By Helmut Maier

ISBN-10: 3527338462

ISBN-13: 9783527338467

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wurde 1949 gegrundet und ist heute mit uber 30.000 Mitgliedern, vorrangig aus Hochschulen und Industrie, die gro?te kontinentaleuropaische chemische Gesellschaft.
Ihre im 19. Jahrhundert gegrundeten Vorgangerorganisationen, die Deutsche Chemische Gesellschaft (DChG) und der Verein Deutscher Chemiker (VDCh), wirkten als die Motoren der so erfolgreichen Chemie in Deutschland und sind Teil des Erbes der GDCh. Dessen dunkle Seite begann guy erst ab 2001 zu untersuchen. Bis dahin sorgten auch in diesem Bereich unserer Gesellschaft existierende Kontinuitaten dafur, dass der Mantel des Schweigens uber Leben und Wirken der mannerbestimmten Verbande und ihrer Protagonisten gebreitet wurde. Viele Opfer des totalitaren NS-Staates blieben ganzlich unbekannt.
Der Wissenschaftshistoriker Helmut Maier legt nun eine eindrucksvolle, umfassende und unabhangige Studie uber Funktionen und Strukturen der DChG und des VDCh von 1933 bis 1945 vor. Detailliert wird der Weg auch weniger bekannter Chemiker aus Forschung, Industrie und dem deutschen chemischen Literaturwesen beschrieben, sowie Einzelschicksale systematisch aufgespurt und beleuchtet.
Erstmals existiert ein Gesamtbild uber die Berufsgruppe der Chemiker, ihre fur das ?Dritte Reich? so bedeutende Rolle und damit vor allem eine mahnende Erinnerung fur alle Nachfolgegenerationen.

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277–326, hier S. 297. 139) Bernhard Lepsius (1854–1934), 1880 Promotion in Chemie, 1881 Dozent beim Frankfurter Physikalischen Verein, seit 1891 in der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron (Frankfurt) tätig, fungierte von 1906 bis 1909 als Vorsitzender des VzW und von 1910 bis 1916 als Schriftführer und von 1912 bis 1927 als Generalsekretär der DChG. Im Ersten Weltkrieg war er in der Kriegsrohstoffabteilung tätig und verwaltete die „Hauptstelle für die chemische Industrie Belgiens“; Bernhard Lepsius †, in: AC 47 (1934), S.

Das Gesetz zielte auf die Entlassung politisch Mißliebiger und zugleich auf die „Arisierung“ der Beamtenschaft. Nach Paragraph 3, dem berüchtigten „Arierparagraphen“, waren „nichtarische“ Beamte in den Ruhestand zu versetzen. 10) Fälle von „Selbstgleichschaltung“ wurden nach dem Krieg damit begründet, dadurch den Fortbestand der eigenen Institutionen im neuen politischen System gesichert zu haben. 11) 8) Zu diesbezüglichen Ereignissen bei der DChG vgl. 3 „Gleichschaltung“ und „Arisierung“ der DChG (1933–1934).

Das Gesetz zielte auf die Entlassung politisch Mißliebiger und zugleich auf die „Arisierung“ der Beamtenschaft. Nach Paragraph 3, dem berüchtigten „Arierparagraphen“, waren „nichtarische“ Beamte in den Ruhestand zu versetzen. 10) Fälle von „Selbstgleichschaltung“ wurden nach dem Krieg damit begründet, dadurch den Fortbestand der eigenen Institutionen im neuen politischen System gesichert zu haben. 11) 8) Zu diesbezüglichen Ereignissen bei der DChG vgl. 3 „Gleichschaltung“ und „Arisierung“ der DChG (1933–1934).

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Chemiker im "Dritten Reich": Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker im NS-Herrschaftsapparat by Helmut Maier


by Robert
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